Johannes AuerIT Consulting GmbH

E-Invoicing

E-Rechnungspflicht nach Ländern.Wann gilt was?

Deutschland, Frankreich, Polen, Italien und 15 weitere Länder – wann welche Stufe greift, nach welchem Modell und mit welcher Behörde dahinter. Jede Angabe einzeln gegen Fachquellen geprüft.

Jedes Land baut sein eigenes Modell – vom Clearing über Peppol bis zur reinen Meldepflicht. Klicken Sie ein Land an, filtern Sie nach Jahr oder suchen Sie direkt.

Belgien – seit Januar 2026 Deutschland – seit Januar 2025 Estland – geplant 2027 Spanien – voraussichtlich Oktober 2027 Frankreich – 1. September 2026 Vereinigtes Königreich – 1. April 2029 Griechenland – seit 2. März 2026 Kroatien – seit Januar 2026 Irland – November 2028 Italien – seit Januar 2019 Lettland – 1. Januar 2028 Polen – seit Februar 2026 Portugal – 1. Januar 2027 Rumänien – seit Januar 2024 Slowenien – 1. Januar 2028 Slowakei – 1. Januar 2027

Auch relevant

  • bereits in Kraft
  • kommt noch

29 Einträge

  • Brasilien

    NF-e für Waren, NFS-e für Dienstleistungen – jede Rechnung wird vor dem Versand freigegeben.

    seit 2008

    Clearing

  • Mexiko

    CFDI über die Steuerbehörde SAT, verpflichtend für alle Unternehmen.

    seit 2014

    Clearing

  • Italien

    B2B-Pflicht über die Plattform SdI – das älteste Clearing-Modell Europas.

    Agenzia delle Entrate

    seit Januar 2019

    Clearing (SdI)

  • Indien

    GST-E-Invoicing über das IRP, in Stufen auf immer kleinere Umsatzschwellen ausgeweitet.

    GST e-Invoice Portal

    seit Oktober 2020

    Clearing (IRP)

  • Saudi-Arabien

    ZATCA-Integration in Wellen: Welle 24 (ab 375.000 SAR) bis Juni 2026, Welle 25 (ab 187.500 SAR) bis Februar 2027.

    ZATCA

    seit 2021, Wellen laufen

    Clearing (ZATCA)

  • Rumänien

    RO e-Factura: Meldepflicht seit Januar 2024, vollständige Clearance seit Juli 2024.

    Finanzministerium (e-Factura)

    seit Januar 2024

    Clearing

  • Deutschland

    Empfangspflicht: Jedes Unternehmen muss E-Rechnungen nach EN 16931 annehmen können.

    Bundesfinanzministerium

    seit Januar 2025

    Post-Audit

  • Belgien

    B2B-Pflicht für alle mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen, ausgeliefert über Peppol.

    einvoice.belgium.be

    seit Januar 2026

    Peppol

  • Kroatien

    eRačun im Rahmen der Fiskalisierung 2.0 – strukturierte B2B-Rechnungen mit Echtzeitmeldung.

    Porezna uprava

    seit Januar 2026

    Clearing

  • Malaysia

    MyInvois für Unternehmen ab 1 Mio. RM Umsatz; kleinere Unternehmen bleiben dauerhaft befreit.

    LHDN

    seit Januar 2026

    Clearing

  • Polen

    KSeF: Großunternehmen seit Februar, seit April 2026 alle übrigen VAT-Unternehmen außer Kleinstbetrieben.

    KSeF (Finanzministerium)

    seit Februar 2026

    Clearing (KSeF)

  • Griechenland

    Erste Stufe für Unternehmen ab 1 Mio. € Umsatz – vom ursprünglichen Februartermin verschoben, Übergangsfrist lief bis Mai 2026.

    AADE (myDATA)

    seit 2. März 2026

    Peppol + myDATA

  • Frankreich

    Alle Unternehmen müssen empfangen können; Groß- und Mittelunternehmen müssen ausstellen und melden. Sanktionen greifen kulant erst ab 2027.

    impots.gouv.fr

    1. September 2026

    Plattformmodell

  • Griechenland

    Zweite Stufe: alle übrigen Unternehmen, mit Anpassungszeit bis Ende 2026.

    AADE (myDATA)

    1. Oktober 2026

    Peppol + myDATA

  • Deutschland

    Ausstellungspflicht für Unternehmen mit mehr als 800.000 € Vorjahresumsatz.

    Bundesfinanzministerium

    1. Januar 2027

    Post-Audit

  • Slowakei

    B2B- und B2G-Pflicht für alle mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen.

    Finančná správa

    1. Januar 2027

    Meldung (CTC)

  • Portugal

    PDF-Rechnungen brauchen dann eine qualifizierte elektronische Signatur – bereits mehrfach verschoben.

    Portal das Finanças

    1. Januar 2027

    Signatur/SAF-T

  • Polen

    Letzte Stufe: auch Kleinstunternehmen stellen über KSeF aus.

    KSeF (Finanzministerium)

    1. Januar 2027

    Clearing (KSeF)

  • Estland

    Allgemeine B2B-Pflicht angekündigt; bislang gilt nur ein Anspruch registrierter Empfänger auf die E-Rechnung.

    MTA

    geplant 2027

    Peppol

  • Frankreich

    Zweite Stufe: kleine und mittlere Unternehmen sowie nicht ansässige Steuerpflichtige.

    impots.gouv.fr

    1. September 2027

    Plattformmodell

  • Spanien

    Crea y Crece: zwölf Monate nach Inkrafttreten des Königlichen Dekrets 238/2026 für Unternehmen über 8 Mio. € Umsatz.

    Agencia Tributaria

    voraussichtlich Oktober 2027

    Meldung (CTC)

  • Deutschland

    Ausstellungspflicht für alle Unternehmen; auch EDI-Verfahren müssen dann EN 16931 erfüllen.

    Bundesfinanzministerium

    1. Januar 2028

    Post-Audit

  • Lettland

    B2B-Pflicht, von 2026 verschoben; die Meldung an den Fiskus gilt im B2G bereits seit Januar 2026.

    VID

    1. Januar 2028

    Peppol

  • Slowenien

    B2B-Pflicht nach dem Gesetz vom Oktober 2025 – von 2027 verschoben, die geplante CTC-Meldung entfiel.

    FURS

    1. Januar 2028

    Peppol

  • Spanien

    Zweite Stufe: alle übrigen Unternehmen und Selbstständigen.

    Agencia Tributaria

    voraussichtlich Oktober 2028

    Meldung (CTC)

  • Irland

    Start mit großen Unternehmen, weitere Gruppen ab November 2029 – ausgerichtet am ViDA-Zeitplan.

    Revenue (VAT Modernisation)

    November 2028

    Peppol

  • Vereinigtes Königreich

    Im Budget 2025 angekündigte B2B- und B2G-Pflicht für umsatzsteuerrelevante Umsätze.

    gov.uk (Konsultation)

    1. April 2029

    Peppol

  • EU (ViDA)

    Digitale Meldepflichten für grenzüberschreitende B2B-Umsätze, E-Rechnung nach EN 16931 verpflichtend.

    Europäische Kommission (ViDA)

    Juli 2030

    DRR

  • EU (ViDA)

    Nationale Bestandssysteme – Italien, Frankreich, Polen, Deutschland und andere – müssen auf den EU-Standard einschwenken.

    Europäische Kommission (ViDA)

    2035

    Angleichung

Stand: August 2026, jede Angabe einzeln gegen Fachquellen geprüft. Fristen in diesem Feld werden regelmäßig verschoben – Griechenland, Slowenien, Lettland, Portugal und Spanien allein in den letzten zwei Jahren. Verbindlich ist immer die aktuelle Gesetzeslage im jeweiligen Land; diese Übersicht ist eine Orientierung, keine Rechts- oder Steuerberatung.

Und was heißt das für Ihren SAP-Rechnungseingang?

Termine allein lösen nichts. Entscheidend ist, welche Formate Sie empfangen können, über welchen Weg sie hereinkommen und ob Ihr VIM daraus einen geprüften, gebuchten Beleg macht. Genau darum geht es auf der Hauptseite – und im Erstgespräch.

Eine gute Nachricht vorweg

Für Italien, Frankreich, Deutschland, Polen, Rumänien, Spanien, die Schweiz, Mexiko, Vietnam, Indien und China liefert OpenText VIM fertige XML-Zuordnungen in der Standardauslieferung, dazu ein generisches UBL-Mapping für die Niederlande, Belgien und Japan (Stand 25.4). Für diese Länder lautet die Frage nicht, ob VIM das kann – sondern wie sauber Ihr Eingang konfiguriert ist.

Rechtlicher Hinweis

Diese Seite ist keine Rechtsberatung.

Was Sie hier lesen, ist eine fachliche Orientierung aus der Praxis der SAP-VIM-Beratung – keine Rechts-, Steuer- oder Rechtsdienstleistung im Sinne des RDG. Wir sind weder Rechtsanwälte noch Steuerberater und dürfen und wollen in diesen Fragen nicht beraten.

Alle Angaben zu Fristen, Pflichten, Formaten und Ländern haben wir nach bestem Wissen recherchiert (Stand: August 2026). Dieses Rechtsgebiet ändert sich laufend: Termine werden verschoben, Schwellenwerte angepasst, Verordnungen nachgeschärft. Einzelne Angaben können deshalb trotz aller Sorgfalt fehlerhaft, unvollständig oder überholt sein. Eine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir nicht, eine Haftung für Entscheidungen auf Basis dieser Seite ist ausgeschlossen.

Verbindlich ist allein die jeweils geltende Gesetzeslage im betreffenden Land. Für Ihre konkrete Situation – insbesondere zu steuerlichen und rechtlichen Pflichten Ihres Unternehmens – ziehen Sie bitte Ihren Steuerberater oder Rechtsanwalt hinzu. Unsere Rolle ist die technische Umsetzung im SAP-System, nicht die rechtliche Bewertung.