Johannes AuerIT Consulting GmbH

SAP VIM Transformation & Operations · Executive Briefing

S/4HANA, RISE, Public oder Private Cloud. Und IhrRechnungseingang?

Für CFO, CIO, Leitung Kreditoren und Transformation Leads: Diese Seite klärt die Entscheidungen, die für VIM im S/4-Programm zu spät auf dem Tisch landen – vom Betriebsmodell bis zur Übergabe in den Betrieb.

Die Uhr läuft

  • 31.12.2025

    Wartungsende für ECC 6.0 ohne EhP sowie EhP 1 bis 5 – bereits vorbei

  • 31.12.2027

    Ende der regulären Wartung für EhP 6, 7 und 8

  • 31.12.2030

    Ende der verlängerten Wartung, gegen zwei Prozentpunkte Aufschlag

  • ab 2040

    Wartungszusage für S/4HANA – das Ziel ist also kein Zwischenschritt

Stand August 2026. Termine und Bedingungen legt SAP fest, nicht wir.

SAP VIM Transformation & Operations · Executive Briefing

Was die Entscheider vor dem Projekt brauchen

Wir machen den VIM-Workstream von der Bestandsaufnahme bis zur Betriebsübergabe entscheidbar. Das Ergebnis ist kein allgemeines Strategiepapier, sondern ein Zielbild, mit dem Fachbereich, IT und Programmleitung in dieselbe Richtung arbeiten können.

  • 01

    VIM-Bestandsbild

    Abhängigkeiten, Risiken und Engpässe im heutigen Rechnungseingang – verständlich für Fachbereich und IT.

  • 02

    Entscheidungsfähiges Zielbild

    Betriebsmodell, VIM-Zielarchitektur und die Entscheidungen, die im Programm nicht offen bleiben dürfen.

  • 03

    Umsetzungs- & Betriebsplan

    Prioritäten, Tests, Verantwortlichkeiten und die Übergabe in den stabilen Betrieb.

Warum das Thema jetzt auf dem Tisch liegt

  • 01

    Die Frist ist näher als gedacht

    Wer noch auf einem älteren Enhancement Package sitzt, ist bereits seit Ende 2025 aus der regulären Wartung. Für alle anderen endet sie 2027, die Verlängerung 2030. Eine Transformation dauert je nach Haus ein bis drei Jahre – rechnen Sie rückwärts.

  • 02

    Die Entscheidung ist keine Technikfrage

    Public oder Private, RISE oder selbst betrieben, Greenfield oder Konversion: Das sind Entscheidungen über Freiheitsgrade, Betriebskosten und darüber, wie viel eigener Prozess Sie behalten dürfen. Sie fallen früh und lassen sich später kaum korrigieren.

  • 03

    Das Fenster schließt sich

    Eine Transformation ist die einzige Gelegenheit, historisch gewachsene Prozesse ohne politischen Widerstand geradezuziehen. Wer sie nur als technische Umstellung fährt, nimmt jeden Workaround mit – und zahlt ihn danach weitere zehn Jahre ab.

Die drei Betriebsmodelle, nüchtern verglichen

Alle drei laufen auf S/4HANA. Sie unterscheiden sich darin, wer betreibt, wie viel Sie verändern dürfen und wer über Upgrades bestimmt. Genau daran hängt später, was mit Ihren Erweiterungen passiert.

On-PremisePrivate Edition (RISE)Public Edition (GROW)
BetriebSie oder Ihr HosterSAP im Rahmen des Vertrags, auf der Hyperscaler-Infrastruktur Ihrer WahlSAP, vollständig
MandantenmodellIhr SystemEigene Instanz für Sie alleinGeteilte Umgebung, alle auf demselben Stand
Eigener CodeUneingeschränkt möglichMöglich, inklusive zertifizierter Add-onsNur nach dem Clean-Core-Modell: Key-User-Werkzeuge, Erweiterungen auf der BTP, ABAP Cloud
UpgradesSie entscheiden, wannRegelmäßig, mit AbstimmungsfensternZweimal jährlich, verbindlich – immer der neueste Stand
EinführungswegKonversion oder NeuaufbauKonversion oder NeuaufbauImmer Neuaufbau
Passt fürHäuser mit eigener Betriebsmannschaft und hohem IndividualisierungsgradGewachsene Landschaften, die ihre Prozesse behalten und trotzdem in die Cloud wollenStandardnahe Prozesse, schneller Start, wenig Eigenentwicklung

RISE, GROW – und warum die Produkte plötzlich anders heißen

  • 01

    RISE with SAP

    Kein Produkt, sondern ein Vertragsbündel: S/4HANA in der Private Edition, dazu Infrastruktur, Werkzeuge und Services aus einer Hand. Adressiert an Bestandskunden mit gewachsener Landschaft, die den Betrieb abgeben, ihre Prozesse aber behalten wollen.

  • 02

    GROW with SAP

    Das Gegenstück für die Public Edition: standardnahe Einführung auf Basis vorgefertigter Prozesse, kurze Projektlaufzeiten, dafür klare Grenzen bei der Individualisierung. Gedacht für Häuser, die ohne schweren Altbestand starten.

  • 03

    Die Umbenennung von 2025

    Seit 2025 heißt die Public Edition schlicht SAP Cloud ERP und die Private Edition SAP Cloud ERP Private, beide unter dem Dach SAP Business Suite. Technisch hat sich dadurch nichts geändert – wer aber Angebote von 2024 und 2026 nebeneinanderlegt, vergleicht scheinbar verschiedene Produkte.

Die Frage, die zu spät gestellt wird

OpenText VIM ist ein Add-on im SAP-System, kein Nebensystem. Es lebt dort, wo Ihr SAP lebt – und teilt dessen Regeln. Deshalb entscheidet das Betriebsmodell mit darüber, ob Ihr Rechnungseingang die Transformation überlebt.

Achtung bei der Modellwahl

In der Public Edition läuft OpenText VIM nach heutigem Stand nicht.

VIM ist ein klassisches ABAP-Add-on im SAP-System. Die Public Edition – seit 2025 SAP Cloud ERP – lässt Add-ons nur zu, wenn sie vollständig nach dem ABAP-Cloud-Modell gebaut sind, und OpenText führt sie nicht als unterstützte Umgebung. Ein Umzug ist damit kein Konfigurationsthema, sondern die Frage nach einer anderen Lösung für den Rechnungseingang.

Wer die Public Edition anstrebt, sollte das vor der Entscheidung über das Betriebsmodell wissen – nicht im Testzyklus. Prüfen Sie den Stand für Ihren Fall bei OpenText und SAP: Diese Angabe hat Stand August 2026, und die Cloud-Fähigkeit von Add-ons ist ein Feld, in dem sich etwas bewegt.

Drei Wege dorthin

  • Neuaufbau (Greenfield)

    Ein leeres System, neu aufgesetzt auf dem Standard, mit selektiv übernommenen Stammdaten. Sauberstes Ergebnis, größte Veränderung für die Fachbereiche – und der einzige Weg in die Public Edition.

  • Konversion (Brownfield)

    Das bestehende System wird technisch nach S/4HANA gehoben, mit Historie, Customizing und Eigenentwicklungen. Planbarer und schneller, aber die Altlasten kommen mit. Für den Rechnungseingang oft der schonendste Weg.

  • Selektiv (Bluefield)

    Der Mittelweg: neues System, aber gezielte Übernahme von Prozessen, Bewegungsdaten und Belegen. Teurer in der Vorbereitung, dafür lässt sich entscheiden, was mitkommt und was zurückbleibt.

Wie wir den Rechnungseingang durch die Transformation bringen

  1. 01

    Bestand aufnehmen

    Was läuft heute wirklich: Version, Patch-Stand, Eigenentwicklungen, Schnittstellen, Kanäle. Meist zeigt sich hier schon, wie viel davon nie gebraucht wurde – der Health Check ist genau dafür gemacht.

  2. 02

    Zielbild klären

    Betriebsmodell, Zeitpunkt, Umfang. Und die unbequeme Frage: Welche Sonderlocken kommen mit, welche sterben mit dem Altsystem? Das ist eine Entscheidung für die Fachbereiche, nicht für die IT allein.

  3. 03

    Umstellen und testen

    Anpassung an die S/4-Datenmodelle, Neuaufbau dessen, was nicht mitkann, Test der Geschäftsregeln gegen echte Belege. Nicht die Migration bringt Projekte in Schieflage, sondern die Prüfung, die dafür nie eingeplant war.

  4. 04

    Stabil übergeben

    Hypercare, Wissensübergabe, ein Team, das den neuen Stand versteht. Auf Wunsch begleiten wir danach weiter – als 3rd-Level-Support oder in der laufenden Optimierung.

Fünf Annahmen, die Transformationen teuer machen

  • 01

    „Das ist ein technisches Projekt“

    Die Konversion ist technisch. Die Entscheidung über Freiheitsgrade, Prozesse und Sonderlocken ist es nicht – und sie fällt zuerst. Wer sie der Basis-Mannschaft überlässt, wundert sich später über Ergebnisse, die niemand bestellt hat.

  • 02

    „Unsere Add-ons kommen einfach mit“

    In der Private Edition meistens ja. In der Public Edition ist es eine Neuentwicklung nach anderen Regeln oder ein anderes Produkt. Diese Prüfung gehört vor die Entscheidung über das Betriebsmodell, nicht danach.

  • 03

    „RISE heißt, SAP macht das für uns“

    RISE nimmt Ihnen den Betrieb ab, nicht das Projekt. Datenqualität, Prozessentscheidungen, Tests, Schulung, Abnahme und alles, was auf Ihre Erweiterungen einzahlt, bleiben bei Ihnen.

  • 04

    „Erst migrieren, dann optimieren“

    Klingt vernünftig, verdoppelt aber die Arbeit: Sie testen jeden Workaround einmal in der Migration und bauen ihn danach wieder um. Was ohnehin sterben soll, stirbt am günstigsten vor dem Umzug.

  • 05

    „2027 ist noch weit“

    Für ältere Enhancement Packages ist die reguläre Wartung bereits Ende 2025 ausgelaufen. Und Beratungskapazität ist ein Markt: Je näher die Frist rückt, desto teurer und knapper wird sie.

Acht Fragen vor der Entscheidung

Wenn Sie diese Fragen beantworten können, ist Ihr Transformationsprojekt gut vorbereitet. Jedes „weiß nicht“ ist ein Risiko, das später sichtbar wird – meist im Testzyklus.

  1. Wartung: Auf welchem Enhancement Package läuft Ihr System – und bis wann wird es tatsächlich noch gepflegt?
  2. Betriebsmodell: Ist die Entscheidung zwischen Public und Private gefallen – und kennen alle Beteiligten ihre Folgen für Eigenentwicklungen?
  3. Add-ons: Welche Zusatzlösungen laufen heute im System, und welche davon sind im Zielmodell zugelassen?
  4. Rechnungseingang: Was passiert mit VIM, den Eingangskanälen und der Belegerfassung – ziehen sie um, oder brauchen sie ein neues Zielbild?
  5. Eigenentwicklungen: Wie viel Z-Code hängt am Rechnungseingang, und wie viel davon wird überhaupt noch benutzt?
  6. Schnittstellen: Welche Vorsysteme, Archive und Netzwerke hängen dran – und wer testet die nach dem Umzug?
  7. E-Rechnung: Fällt Ihre Transformation mit der Ausstellungspflicht ab 2027 zusammen? Dann sind es zwei Projekte, die sich denselben Termin teilen.
  8. Reihenfolge: Was räumen Sie vor der Migration auf, was danach – und wer entscheidet das?

Der nächste Schritt

Wo steht Ihre Transformation?

In 30 Minuten sortieren wir Ihre Ausgangslage: Betriebsmodell, Zeitplan, und was das für Ihren Rechnungseingang bedeutet. Ohne Folien, ohne Verkaufsgespräch, direkt mit dem Geschäftsführer.

S/4HANA und der Rechnungseingang: Wissen kompakt

OpenText VIM in der S/4HANA-Transformation

VIM überlebt eine Konversion, aber nicht unverändert. Die Datenmodelle unter dem Beleg ändern sich, Eigenentwicklungen müssen gegen die neuen Strukturen geprüft werden, und was über Jahre als Workaround entstanden ist, fällt spätestens im Testzyklus auf. Der günstigste Zeitpunkt für diese Inventur liegt vor dem Projekt, nicht mittendrin – dafür gibt es das SAP VIM Executive Diagnostic. Wer den Aufwand dauerhaft klein halten will, findet im SAP VIM Continuous Optimization das passende Format danach.

Public oder Private Edition: Was hängt für den Rechnungseingang daran

Die Private Edition erlaubt zertifizierte Add-ons und eigenen Code – Ihr VIM zieht mit um, mitsamt Geschäftsregeln, Rollenfindung und Workflow. Die Public Edition arbeitet nach dem Clean-Core-Modell: Erweiterungen laufen über Key-User-Werkzeuge, die Business Technology Platform oder ABAP Cloud, und Add-ons müssen diesem Modell vollständig entsprechen. Für einen gewachsenen Rechnungseingang heißt das ein anderes Zielbild statt eines Umzugs. Diese Prüfung gehört an den Anfang – wir machen sie in der SAP VIM Beratung gemeinsam mit Ihnen.

Zwei Projekte, ein Termin: Transformation und E-Rechnungspflicht

Ab 2027 greift die deutsche Ausstellungspflicht gestaffelt, empfangen können müssen Unternehmen schon heute. Fällt das mit Ihrer Transformation zusammen, konkurrieren zwei Vorhaben um dieselben Leute und denselben Testzyklus. Das ist beherrschbar, wenn man es früh weiß – und teuer, wenn es im Projekt auffällt. Was auf Sie zukommt, steht auf der Seite zu E-Rechnung, SAP DRC und VIM; wo Papier im Spiel bleibt, hilft KI-Extraktion, den Aufwand zu begrenzen.

Begriffe kurz erklärt

Das Vokabular der Transformation, alphabetisch – zum Nachschlagen, wenn im Lenkungsausschuss wieder drei Abkürzungen pro Satz fallen.

ABAP Cloud
Das Entwicklungsmodell für erweiterbare Cloud-Systeme: erlaubt sind nur freigegebene Schnittstellen statt beliebiger Zugriffe ins Innere. Damit bleiben Erweiterungen upgrade-sicher – und genau das verlangt die Public Edition.
Add-on
Zusatzsoftware, die im SAP-System selbst installiert wird statt daneben zu stehen. OpenText VIM ist ein solches Add-on – der Grund, warum es die Regeln des jeweiligen Betriebsmodells teilt.
Bluefield
Der selektive Weg: neues System, aber gezielte Übernahme von Prozessen und Daten aus dem alten. Kein SAP-Begriff, sondern eine eingebürgerte Bezeichnung für den Mittelweg.
Brownfield
Die technische Konversion des bestehenden Systems nach S/4HANA – mit Historie, Customizing und Eigenentwicklungen. Schneller und planbarer als der Neuaufbau, aber die Altlasten ziehen mit.
BTP (Business Technology Platform)
SAPs Plattform für alles, was neben dem ERP läuft: Erweiterungen, Integration, Daten, KI. In der Public Edition der vorgesehene Ort für Funktionen, die im Kern nicht mehr gebaut werden dürfen.
Clean Core
Das Leitbild dahinter: den Kern des ERP unverändert lassen und nur über freigegebene Wege erweitern. Belohnt wird es mit reibungslosen Upgrades; bezahlt wird es mit weniger Freiheit.
EhP (Enhancement Package)
Die Funktionspakete, mit denen SAP das alte ERP über die Jahre erweitert hat. Der Stand entscheidet über Ihre Wartungsfrist: EhP 0 bis 5 sind seit Ende 2025 raus, EhP 6 bis 8 laufen bis Ende 2027.
Fiori
Die Oberfläche von S/4HANA: rollenbasierte Apps im Browser statt Transaktionscodes. Für den Rechnungseingang der Punkt, an dem sich entscheidet, wie Freigaben künftig aussehen.
Greenfield
Der Neuaufbau auf der grünen Wiese: neues System nach Standard, Stammdaten selektiv übernommen. Sauberstes Ergebnis, größte Zumutung für die Fachbereiche – und in der Public Edition der einzige Weg.
GROW with SAP
Das Einführungsangebot rund um die Public Edition: vorgefertigte Prozesse, kurze Projektlaufzeit, klare Grenzen bei der Individualisierung. Gedacht für Häuser ohne schweren Altbestand.
Hyperscaler
Die großen Infrastrukturanbieter – AWS, Microsoft Azure, Google Cloud. Unter RISE läuft Ihr System auf einem davon; welcher, ist Teil des Vertrags.
RISE with SAP
Kein Produkt, sondern ein Bündel: S/4HANA in der Private Edition samt Infrastruktur, Werkzeugen und Services in einem Vertrag mit SAP. Der übliche Weg für Bestandskunden mit gewachsener Landschaft.
SAP Business Suite
Seit 2025 wieder das Dach über SAPs Anwendungsportfolio – und damit ein Begriff, der heute etwas anderes meint als in den 2010er-Jahren. Beim Vergleich alter und neuer Angebote eine häufige Verwechslungsquelle.
SAP Cloud ERP
Der Name der Public Edition seit der Umbenennung von 2025: eine geteilte Umgebung, von SAP betrieben, zweimal im Jahr verbindlich aktualisiert. Vorher hieß sie SAP S/4HANA Cloud, public edition.
SAP Cloud ERP Private
Der Name der Private Edition seit 2025: eine eigene Instanz, von SAP betrieben, mit Raum für eigenen Code und zertifizierte Add-ons. Vorher SAP S/4HANA Cloud, private edition – das Produkt hinter RISE.
S/4HANA
SAPs aktuelles ERP auf der HANA-Datenbank, mit vereinfachtem Datenmodell und Fiori-Oberfläche. Die Wartungszusage reicht bis mindestens 2040 – das Ziel ist also kein Zwischenschritt.
Wartungsende
Das Datum, ab dem SAP keine Korrekturen und keine gesetzlichen Anpassungen mehr liefert. Laufen tut das System weiter – nur ohne Absicherung, und das ist bei Steuerthemen ein Problem.

Häufige Fragen

  • Läuft OpenText VIM auf SAP S/4HANA?

    Ja. OpenText nennt als unterstützte Umgebungen die Releases von ECC 6 bis S/4HANA, sowohl im eigenen Rechenzentrum als auch in der Private Edition unter RISE. Der Umzug ist trotzdem Arbeit: Die Datenmodelle unter dem Beleg ändern sich, Eigenentwicklungen müssen gegen die neuen Strukturen geprüft werden, und Geschäftsregeln gehören gegen echte Belege getestet. Es ist ein Umzug, kein Neubau – aber eben auch kein Selbstläufer. Zwei Punkte aus dem Installationsleitfaden gehören in jede Planung: Die Konversion von SAP ERP nach S/4HANA schließt das VIM-Upgrade in aller Regel mit ein, und wer seine VIM-Lizenz über SAP bezogen hat, braucht für S/4HANA die Lizenz „SAP Invoice Management for SAP S/4HANA by OpenText“ – die Umstellung läuft über den SAP-Vertrieb.

  • Läuft VIM auch in der S/4HANA Cloud Public Edition?

    Die Public Edition steht nicht auf OpenTexts Liste der unterstützten Umgebungen. Der Grund ist strukturell: Sie lässt seit Ende 2024 zwar zertifizierte Add-ons zu, aber nur solche, die vollständig nach dem ABAP-Cloud-Modell gebaut sind – registrierter Namensraum, deinstallierbar, upgrade-sicher. Ein klassisch gewachsenes Add-on erfüllt das nicht. Wenn Ihr Ziel die Public Edition ist, brauchen Sie ein anderes Zielbild für den Rechnungseingang, und diese Prüfung gehört vor die Entscheidung über das Betriebsmodell.

  • Was ist der Unterschied zwischen RISE with SAP und GROW with SAP?

    RISE bündelt die Private Edition mit Infrastruktur und Services in einem Vertrag – gedacht für Bestandskunden, die den Betrieb abgeben, ihre gewachsenen Prozesse aber behalten wollen. GROW ist das Gegenstück für die Public Edition: standardnahe Einführung, kurze Projektlaufzeit, engere Grenzen bei der Individualisierung. Der wesentliche Unterschied liegt nicht im Vertrag, sondern in der Frage, wie viel eigener Prozess erlaubt ist.

  • Warum heißen die SAP-Produkte plötzlich anders?

    SAP hat die Namen 2025 vereinfacht: Aus SAP S/4HANA Cloud, public edition wurde SAP Cloud ERP, aus der private edition SAP Cloud ERP Private, beide unter dem Dach SAP Business Suite. Technisch hat sich dadurch nichts geändert. Praktisch schon: Wer Angebote und Konzepte aus verschiedenen Jahren nebeneinanderlegt, vergleicht scheinbar unterschiedliche Produkte.

  • Bis wann wird SAP ECC noch gewartet?

    Das hängt vom Enhancement Package ab. Für ECC 6.0 ohne EhP sowie EhP 1 bis 5 endete die reguläre Wartung bereits Ende 2025. Für EhP 6, 7 und 8 läuft sie bis Ende 2027, danach gibt es eine verlängerte Wartung bis Ende 2030 gegen einen Aufschlag von zwei Prozentpunkten. Verbindlich ist immer die Angabe von SAP zu Ihrem konkreten Stand.

  • Greenfield oder Brownfield – was ist besser für den Rechnungseingang?

    Für den Rechnungseingang allein ist die Konversion meist der schonendere Weg: Geschäftsregeln, Rollenfindung und Workflow bleiben erhalten, die Arbeit liegt in Anpassung und Test. Der Neuaufbau ist die Gelegenheit, jahrelang gewachsene Sonderlocken loszuwerden – kostet dafür aber Konzeption und Change. Die Entscheidung fällt ohnehin selten am Rechnungseingang; wichtig ist, dass er in der Entscheidung überhaupt vorkommt.

  • Was passiert mit der Belegerfassung in der Cloud?

    Hier ist die Frage entschärft. OpenText bietet die Erkennung sowohl als Cloud-Dienst als auch als Server an, den Sie selbst betreiben – lokal oder auf einer Maschine bei einem Hyperscaler. Laut Produktdokumentation sind beide funktional gleichwertig und für den Anwender nicht zu unterscheiden; verschieden sind Geschäftsmodell und Betriebsverantwortung.

  • Sollen wir vor oder nach der Migration aufräumen?

    Vorher, soweit es geht. Alles, was Sie mitnehmen, wird einmal migriert, einmal getestet und im Zweifel danach doch abgeschaltet – Sie zahlen es also doppelt. Umgekehrt gilt: Was Sie vor dem Umzug abschalten, macht die Migration kleiner, den Test kürzer und das Zielsystem sauberer.

  • Wie lange dauert eine S/4HANA-Transformation?

    Seriös lässt sich das nur nach einer Bestandsaufnahme sagen. Als Größenordnung: eine Konversion mit überschaubarer Eigenentwicklung liegt eher bei einem Jahr, ein Neuaufbau in einem Konzern mit mehreren Buchungskreisen eher bei zwei bis drei. Entscheidend sind nicht die Systemgröße, sondern die Zahl der Eigenentwicklungen, die Datenqualität und wie schnell Ihre Fachbereiche entscheiden.

  • Wie unterstützt Johannes Auer IT Consulting dabei?

    Wir sind keine Generalisten für S/4HANA-Programme – dafür gibt es größere Häuser. Wir übernehmen den Teil, den diese Häuser selten tief können: den Rechnungseingang. Bestandsaufnahme des heutigen VIM, Zielbild für das gewählte Betriebsmodell, Umsetzung und Test, danach auf Wunsch 3rd-Level-Support. Auch dann, wenn das Programm selbst bei jemand anderem liegt.